Shavasana - Schlussentspannung
- Isabella Demolsky
- 20. Jan. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Jan. 2021

Immer wieder fällt mir in den Online Yoga Stunden auf, dass sich einige vor der Schlussentspannung verabschieden und aussteigen.
In meinen Yoga Stunden egal ob online oder im Studio, ist es mir ganz wichtig, dass jeder einzelne darauf achtet was ihm/ihr gerade gut tut und auch eine Übung dann beendet wenn es sich nicht mehr gut oder richtig anfühlt.
Und gerade die Online Yoga Stunden bieten auch die Möglichkeit die gesamte Stunde früher zu beenden.
Trotzdem ist es mir wichtig etwas zur Bedeutung der Schlussentspannung in Shavasana und zum Yoga generell zu sagen, so wie ich es praktiziere bzw. in meinen Stunden lehre.
Mir fällt auf, das Yoga immer populärer wird, und das ist auch schön, weil Yoga einfach super ist.
Ziel vom Yoga ist aber nicht der Kopfstand, die Krähe, der Spagat oder andere Verrenkungen, die dann toll für ein Foto auf Instagram ausschauen oder für eine Monatschallenge dienen sollen.
Yoga ist viel mehr, Yoga ist eine Lebenseinstellung und vor allem ganzheitlich zu sehen.
Yoga ist also nicht die Krähe, der Kopfstand… sondern es ist der Weg dorthin und was ich dabei über mich und meinen Körper lerne.
… was ich aber eigentlich sagen wollte...
Shavasana - Schlussentspannung ist ein wichtiges Element in der Yogapraxis und sollte auf keinen Fall fehlen.
Jede klassische Yogastunde endet in Shavasana. In der Schlussentspannung verteilt sich, so wird es im Yoga gelehrt, die Energie (Prana), die durch die Yogapraxis aktiviert wurde, im Körper.
Ohne Shavasana ist die Stunde also nicht vollständig. Und wäre dann eher Gymnastik oder ein Workout.
Shavasana ist nichts als Entspannung und gleichzeitig soviel mehr.
Auf körperlicher Ebene werden in Shavasana die Bandscheiben entlastet und können sich wieder richtig vollsaugen und frische Nährstoffe aufnehmen. Die Bandscheiben, die über keine eigene Durchblutung verfügen, ernähren sich über Diffusion, das heißt nur im entspannten liegenden Zustand kann nährende Flüssigkeit aus der Umgebung in sie einsickern.
Gleichzeitig werden während der Entspannung Stresshormone abgebaut, das Immunsystem gestärkt, Heilprozesse gefördert, geistige Stärke und Ruhe wiederhergestellt.
Shavasana wird viel zu oft unterschätzt.
Shavasana bedeutet übersetzt „Totenhaltung“, denn in Shavasana ist das Nichtstun höchste Pflicht. Nichtstun aber ist für viele von uns eine ziemlich große Herausforderung. Denn Nichtstun heißt: Nicht bewegen, nicht denken, nicht fühlen.
Darum: "NEVER SKIP YOUR SHAVASANA"

Versuch es einfach und schau, ob sich etwas verändert.
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